Urbanes Bauen in Massivholz
Neubau Wohn- und Geschäftshaus in Holzmassivbauweise

Die Aufgabenstellung der Bauherrschaft war klar formuliert:
– Ökologische Bauweise mit naturbelassenen Materialien
– Leimfreier Massivholzbau
– KfW-Effizienzhaus 40

Und dies alles auf einem zwar zentrumsnahmen, aber engen Grundstück
mit einer Breite von ca. 16,50 m und als zweiseitige Grenzbebauung – keine
einfache Situation.

Wichtig war außerdem, dass die verwendeten Materialien sichtbar bleiben
sollten, also Holz- und Betonoberflächen im Innenbereich.
Auf einem massiven Sockelgeschoss steht der 4-geschossige Holzbau in
Massivholzbauweise, der den Betonkern mit Treppenhaus und Aufzug umschließt.
Insgesamt sind 9 moderne Wohnungen und eine Gewerbeeinheit
dort untergebracht.

Die Besonderheit dieses – immer noch experimentellen Holzbaus – besteht
darin, dass nicht nur die Wände (sowohl die Außen- als auch die meisten
Innenwände sind aus Massivholz), sondern auch die Decken in Massivholz
gebaut und sichtbar geblieben sind: Damit war die Einhaltung des Brand- und
vor allem des Schallschutzes ein besonders schwieriges Kapitel. Der
Bau wurde von einem Schallschutzgutacher begleitet, der die jeweiligen
Bauteilaufbauten überprüfte.
Aufgrund der geringen Fläche und des Zuschnitts des Grundstücks konnte
die notwendige Stellplatzanzahl nur mit Stapelparkern erreicht werden. Diese
befinden sich in der Durchfahrt nach hinten – auch dies eine Herausforderung
sowohl für die Planung als auch für die Herstellung.
Die offenen Grundrisse und großzügige Balkone nach hinten und die Dachloggien
bilden hochwertigen Wohnraum in innerstädtischer Lage.